Der Sommer darf ruhig in die Verlängerung gehen – nur das Urlaubsbudget möchte dabei nicht überziehen. Tunesien, Bulgarien und Ägypten verzeichnen 2026 besonders viel Interesse und locken im September und Oktober mit Sonne, Strand und überraschend attraktiven Pauschalangeboten.
Wenn der Sommer einfach weitergeht
Während zu Hause langsam Strickjacken aus den Tiefen des Kleiderschranks auftauchen, ist andernorts noch lange Badewetter angesagt. Der Spätsommer ist deshalb ideal für alle, die Sonne tanken möchten, ohne dafür die Preise der Hauptsaison zu bezahlen. Weniger Trubel am Buffet, mehr Platz am Pool und Temperaturen, die nicht schon beim Frühstück nach Klimaanlage verlangen, gibt es häufig gleich dazu.
Bei den Buchungen für den Sommer 2026 fallen vor allem Tunesien und Bulgarien mit starken Zuwächsen auf. Auch Ägypten gewinnt weiter an Beliebtheit. Das überrascht kaum: Die drei Länder verbinden kurze bis überschaubare Flugzeiten mit weitläufigen Stränden, komfortablen Resorts und einem Preis-Leistungs-Verhältnis, das noch Luft für den einen oder anderen Sundowner lässt.
Tunesien: Orient-Flair trifft Strandmodus
Tunesien ist einer jener Urlaubsorte, an denen zwischen weißem Sand, türkisfarbenem Wasser und duftenden Gewürzmärkten erstaunlich schnell Ferienstimmung aufkommt. Besonders Djerba, Hammamet, Sousse und Mahdia eignen sich für eine sonnige Auszeit nach der Hochsaison.

Im September bleibt es angenehm warm, während die größte Sommerhitze langsam nachlässt. Damit wird nicht nur das Liegen am Meer, sondern auch ein Ausflug in die Altstadt oder zu den Märkten deutlich entspannter. Wer das Hotel gerne nur für einen kleinen Bummel verlässt, findet zudem eine große Auswahl an All-inclusive-Anlagen.
Eine Woche im Vier-Sterne-Hotel TUI SUNEO Royal Kenz in Port el Kantaoui mit All Inclusive, Flug ab Wien und Transfer wird beispielsweise schon ab 739 Euro pro Person angeboten. Für Aufenthalte im September stehen außerdem Pauschalreisen nach Djerba und Hammamet zur Auswahl. Preise und Verfügbarkeiten können sich je nach Buchungszeitpunkt ändern.
Bulgarien: Das Schwarze Meer kann mehr als Party
Goldstrand und Sonnenstrand klingen zwar ein wenig so, als hätte eine Reisebroschüre beim Benennen Überstunden gemacht – landschaftlich halten beide jedoch ziemlich genau, was ihre Namen versprechen. Breite Sandstrände, flach abfallendes Wasser und eine gute touristische Infrastruktur machen die bulgarische Schwarzmeerküste besonders für Familien interessant.

Abseits der bekannten Ferienorte warten historische Städte wie Nessebar, kleine Küstenpromenaden und Restaurants, in denen die Urlaubskasse nicht schon nach der Vorspeise nervös wird. Hinzu kommt die vergleichsweise kurze Flugdauer. Dadurch eignet sich Bulgarien auch für eine spontane Woche am Meer, ohne dass An- und Abreise gleich zwei Urlaubstage verschlucken.
Preislich präsentiert sich das Land im Spätsommer besonders verlockend. So gibt es sieben Nächte am Goldstrand mit Flug ab Wien, Transfer und All Inclusive aktuell bereits ab 597 Euro pro Person. Weitere Pauschalangebote für September und Oktober starten je nach Hotel und Verpflegung bei rund 600 Euro. Damit bleibt Bulgarien eines der spannendsten Ziele für alle, die beim Budget sparen, beim Meerblick aber keine Abstriche machen möchten.
Ägypten: Sonnengarantie mit Unterwasserprogramm
Wenn der mitteleuropäische Spätsommer bereits kleine Stimmungsschwankungen zeigt, bleibt Ägypten ziemlich zuverlässig im Sonnenmodus. Rund um Hurghada, Marsa Alam, Makadi Bay und Soma Bay warten große Resortanlagen, lange Strände und ein Rotes Meer, das mit Korallenriffen und farbenprächtigen Fischen beinahe ein eigenes Unterhaltungsprogramm mitbringt.

Besonders im späteren Herbst spielt das Land seine Stärken aus. Die Temperaturen bleiben badetauglich, gleichzeitig lässt die extreme Hitze des Hochsommers nach. So werden auch Schnorchelausflüge, Wüstentouren oder ein Besuch historischer Sehenswürdigkeiten angenehmer.
Aktuelle All-inclusive-Angebote starten für sieben Nächte im Herbst beispielsweise ab 646 Euro pro Person; weitere Reisen nach Hurghada und Makadi Bay liegen je nach Termin, Hotel und Transferleistung darüber. Ein genauer Vergleich lohnt sich, denn ein vermeintlich günstiger Preis kann ohne inkludierten Transfer schnell ein kleines Taxi-Abenteuer nach sich ziehen.

Pauschal heißt nicht automatisch vergleichbar
Beim Blick auf den Endpreis zählen nicht nur Sterne und Poolgröße. Entscheidend ist, welche Leistungen tatsächlich enthalten sind. Flug, Aufgabegepäck, Transfer, Verpflegung und Zimmerkategorie können aus zwei ähnlich aussehenden Angeboten finanziell völlig verschiedene Reisen machen.
Auch der Abflughafen beeinflusst den Preis. Verbindungen ab Wien, Salzburg, Graz oder Linz unterscheiden sich teilweise deutlich. Wer beim Termin etwas flexibel ist und nicht zwingend von Freitag bis Freitag verreisen muss, findet häufig günstigere Kombinationen. Ruefa weist außerdem darauf hin, dass bei verschiedenen Veranstalterpartnern Flex-Tarife für kurzfristige Umbuchungen oder Stornierungen verfügbar sind.
Drei Ziele, drei Urlaubsgefühle
Tunesien verbindet Badeferien mit orientalischem Flair, Bulgarien punktet mit kurzen Wegen und besonders günstigen Angeboten, während Ägypten selbst dann noch verlässlich Wärme liefert, wenn sich der heimische Herbst längst eingelebt hat. Welches Ziel gewinnt, hängt daher weniger vom Preis als vom gewünschten Feriengefühl ab.
Fest steht: Der Spätsommer 2026 muss weder teuer noch kurz sein. Manchmal reicht schon ein Flug Richtung Süden – und die Strickjacke darf noch ein paar Wochen länger warten.




