Gedanklich schon bei Strick, Boots und neuen Mänteln, während das Thermometer noch Hochsommer spielt? Kein Problem. Die wichtigsten Herbsttrends 2026 lassen sich nämlich schon jetzt in die Garderobe schmuggeln – ganz ohne Hitzeschock. Diese sieben Looks bringen Herbstgefühl in den August und funktionieren später einfach weiter.
Herbst im Kopf, Hochsommer vor der Tür
Es passiert jedes Jahr ungefähr zur gleichen Zeit. Kaum ist August, verlieren luftige Sommerkleider plötzlich ein bisschen von ihrem Reiz und die neuen Herbstkollektionen wirken verdächtig verführerisch. Bordeaux! Leder! Karos! Endlich wieder Layering!
Nur das Wetter hat das Memo offenbar nicht bekommen. Bei spätsommerlichen Temperaturen in Pullover und Mantel zu steigen, wäre schließlich weniger Fashion Statement als persönliches Saunaprogramm. Zum Glück beginnt eine neue Saison nicht erst mit der ersten Daunenjacke. Viele der großen Herbsttrends funktionieren bereits mit sommerlichen Schnitten, leichten Materialien und cleveren Accessoires.
Bordeaux: Ein Schluck Herbst für den Look
Wenn eine Farbe den Übergang vom Sommer in den Herbst besonders elegant hinbekommt, dann Bordeaux. Das tiefe Weinrot wirkt satter als die typischen Sommerfarben, ohne sofort nach November auszusehen.
Im August funktioniert der Ton besonders gut auf leichten Kleidern, Tops, Röcken oder Accessoires. Eine bordeauxrote Baguette Bag zum weißen Sommerkleid? Sofort herbstlicher. Dunkelrote Ballerinas zu Jeans und Tanktop? Gleicher Effekt. Später dürfen Strick, Leder und Wollmantel übernehmen. Bis dahin reicht ein kleiner Schluck Bordeaux vollkommen aus – modisch zumindest.

Polka Dots: Punkte sammeln geht weiter
Polka Dots verabschieden sich nach dem Sommer keineswegs aus der Garderobe. Im Gegenteil: Der Klassiker bekommt im Herbst eine etwas erwachsenere Note. Statt verspieltem Urlaubslook funktionieren Schwarz-Weiß-Kombinationen, dunkles Braun, Navy oder Bordeaux besonders gut. Ein gepunkteter Midirock lässt sich im August noch mit Tanktop und Sandalen tragen und später mit Cardigan, Blazer und Boots kombinieren. Damit gehört der Trend zu den seltenen Modekäufen, die nicht nach sechs Wochen plötzlich auf ihren nächsten Einsatz warten müssen. Sehr vernünftig. Sieht nur erfreulicherweise überhaupt nicht danach aus.

Spitze: Lingerie verlässt das Schlafzimmer
Spitze bleibt und wird im Herbst deutlich sichtbarer. Lace-Trims an Tops und Röcken, transparente Spitzenshirts und Slipdresses bringen eine feminine, leicht romantische Note in die neue Saison.
Für August könnte das Timing kaum besser sein. Ein Spitzentop zu weiten Jeans oder ein Slipdress mit Lace-Details braucht bei warmen Temperaturen kaum Styling-Unterstützung. Sobald es kühler wird, kommen Oversize-Blazer, Lederjacke oder Strick darüber. Der Look lebt vom Kontrast: zarte Spitze trifft auf Denim, Leder oder maskuline Schnitte. Romantik ja – Zuckerguss nein.

Schokobraun: Die neue Lieblingsfarbe kommt früher
Braun hat sich längst vom vermeintlich schwierigen Modeton zum Dauerfavoriten entwickelt. Im Herbst 2026 wird es besonders satt: Schokolade, Espresso, Mokka und warme Kakaotöne bestimmen die Farbpalette.
Das Beste daran: Schokobraun sieht zu gebräunter Sommerhaut fantastisch aus. Statt direkt zum braunen Wollmantel zu greifen, funktionieren jetzt fließende Kleider, Tops, Leinenhosen, Sonnenbrillen oder Taschen. Besonders schön wird es mit Creme, Weiß, Hellblau oder Buttergelb. Sobald der Herbst tatsächlich da ist, kommen Grau, Camel und Bordeaux dazu. Schokolade hat eben erstaunlich wenig Saisonprobleme.

Animal Print: Die Wildnis bleibt
Leo ist inzwischen fast so neutral wie Schwarz. Zumindest möchte die Modewelt das gerne glauben – und 2026 bekommt das Muster erneut ordentlich Aufmerksamkeit.
Im Spätsommer reicht bereits ein einzelnes Teil. Leo-Ballerinas zur weißen Jeans, eine Animal-Print-Tasche zum schlichten Kleid oder ein leichter Rock mit schwarzem Tanktop bringen den Trend in den Look, ohne dass gleich die komplette Safari-Garderobe ausrücken muss. Im Herbst funktioniert das Muster hervorragend mit dunklem Denim, Leder und Strick. Wer bisher noch behauptet hat, Leo sei „zu viel“, bekommt also eine weitere Saison Zeit, die Meinung zu ändern.

Preppy Chic: Zurück auf die Schulbank
August und Preppy Style sind ohnehin ein ziemlich gutes Match. Schließlich erinnert der nahende Herbst bis heute ein bisschen an Schulanfang – nur dass der neue Look inzwischen spannender ist als das neue Federmäppchen.
Poloshirts, Hemden, Faltenröcke, Loafer und leichte Cardigans bringen College-Vibes in die Garderobe. Damit der Look nicht zu brav wirkt, werden klassische Pieces lässig gebrochen: Poloshirt zu Baggy Jeans, Minirock zu Sneakern oder Oversize-Hemd zu Shorts. Wenn es später kühler wird, dürfen Blazer, Kniestrümpfe und Strickpullunder dazukommen. Blair Waldorf hätte vermutlich längst zugestimmt.

Wildleder: Das Herbstgefühl zum Anfassen
Kaum ein Material ruft so zuverlässig „Herbst!“ wie Suede. Zum Glück muss dafür niemand bei 30 Grad eine Wildlederjacke tragen. Im August kommen Taschen, Gürtel, Mules und leichte Loafer zum Einsatz. Schon ein einziges Accessoire in Cognac, Dunkelbraun oder Taupe verändert einen sommerlichen Look und gibt ihm sofort mehr Tiefe. Besonders schön: Wildleder harmoniert hervorragend mit Weiß, Denim und fließenden Sommerstoffen. Später dürfen Jacken und Boots übernehmen. So funktioniert der Saisonwechsel Schritt für Schritt statt von Flip-Flops direkt zu Winterstiefeln.

Der Herbst kann warten – die Trends nicht
Für einen modischen Saisonwechsel braucht es also weder sinkende Temperaturen noch einen komplett neuen Kleiderschrank. Farben, Muster, Materialien und Accessoires reichen aus, um Sommerlooks schon jetzt ein kleines Herbst-Update zu verpassen. Bordeaux ersetzt knalliges Rot, Schokobraun trifft auf Sommerweiß, Wildleder wandert an die Tasche und Spitze bekommt Gesellschaft von Denim. Viele der Teile funktionieren anschließend bis weit in den Herbst hinein.
So darf der August ruhig noch ein bisschen Sommer bleiben. Modisch kann der September schließlich trotzdem schon mal einziehen.


