Ist es nicht faszinierend, wie sehr wir uns im Laufe unseres Lebens verändern – und dann doch irgendwie gar nicht?
Wir durchlaufen Phasen, erleben Höhen und Tiefen, machen Erfahrungen, die uns prägen. Und trotzdem bleibt im Innersten etwas bestehen. Ein Kern. Etwas, das immer schon da war. Schon bevor wir das Licht dieser Welt erblickten.
Doch bei vielen von uns ist dieser Kern im Laufe der Zeit verschüttet worden.
Vergraben unter Erwartungen darüber, wie wir sein sollen. Unter Masken, die wir uns aufsetzen, um dazuzugehören. Unter gesellschaftlichen Normen, Vergleichen mit anderen oder schmerzhaften Erfahrungen. Die Liste ist lang.
Wenn wir uns selbst ein Stück verlieren
Irgendwann kommt bei vielen Menschen ein Moment, in dem sie spüren: Irgendetwas fühlt sich nicht mehr richtig an.
Man funktioniert vielleicht im Alltag, erfüllt Aufgaben, Erwartungen und Rollen – und trotzdem bleibt da dieses leise Gefühl, sich selbst ein Stück verloren zu haben. Als wäre man ein wenig zu weit von dem entfernt, was man einmal war. Und genau hier beginnt oft eine wichtige Frage: Wie finde ich zurück zu meinem Kern? Wie entfache ich meine Lebensfreude wieder?
Erinnern statt neu erfinden
Die Antwort liegt überraschend selten darin, ein komplett neuer Mensch zu werden. Viel öfter geht es darum, sich zu erinnern.
Sich zu erinnern, wer man eigentlich schon immer war.
Sich zu erinnern, was einem Freude bereitet.
Sich zu erinnern, was sich leicht und lebendig anfühlt.
Für jeden Menschen sieht dieser Weg anders aus. Es gibt kein festes Rezept und keinen perfekten Plan. Der Weg zurück zu sich selbst ist immer individuell.
Kleine Schritte zurück zu dir
Für mich persönlich begann dieser Weg mit mehreren Dingen, die mir geholfen haben, wieder mehr bei mir anzukommen. Meditation war einer dieser Schritte. Einfach still zu werden und wieder nach innen zu hören. Eine Zeit lang bewusst Abstand von Social Media zu nehmen, hat ebenfalls viel verändert – plötzlich war wieder mehr Raum für die eigenen Gedanken statt für den ständigen Vergleich mit anderen.
Auch Energiearbeit, Aktivierungen, Zeit in der Natur, Bewegung und Sport haben eine große Rolle gespielt. Genauso wie eine bewusste Ernährung und die Arbeit mit Heilpflanzen, insbesondere ätherischen Ölen. Ein wichtiger Teil war auch, mich daran zu erinnern, was mir als Kind Freude bereitet hat. Dort wieder anzufangen. Dinge zu tun, die sich spielerisch und leicht anfühlen. Parallel dazu begann ich, mich meinen eigenen Themen und Verletzungen zu stellen und alte Erfahrungen aufzuarbeiten.
Der wichtigste Faktor: der Wille
Am Ende war der größte Faktor jedoch etwas anderes: mein eigener Wille. Der Wille, mir Zeit für mich selbst zu nehmen. Die Überzeugung, dass wir nicht hier sind, um unser Leben in ständiger Ernsthaftigkeit und Schwere zu verbringen.
Wir sind hier, um zu erleben, zu wachsen – und auch um Freude zu empfinden. Das Leben ist einfach zu kurz, um es ausschließlich im Funktionsmodus zu verbringen. Und wenn wir ehrlich sind: Dauerhafte Schwere ist auch unglaublich anstrengend. Vielleicht geht es gar nicht darum, jemand anderes zu werden. Vielleicht geht es nur darum, wieder zu der Person zurückzufinden, die du immer schon warst.

Wege zurück zu mehr Balance und innerer Verbindung
Oft beginnt der Weg zurück zu sich selbst nicht mit großen Veränderungen, sondern mit kleinen, bewussten Momenten im Alltag. Schon wenige Minuten der Stille am Morgen, ein Spaziergang in der Natur oder eine kurze Pause ohne digitale Ablenkung können helfen, wieder mehr bei sich selbst anzukommen.
Auch einfache Rituale können unterstützen – etwa bewusstes Atmen, Bewegung oder kleine Momente der Entspannung. Manche Menschen integrieren dabei auch Düfte oder Heilpflanzen in ihren Alltag. Ätherische Öle werden beispielsweise häufig in der Aromatherapie oder bei Meditation und Entspannungsritualen verwendet. Welche Wege sich stimmig anfühlen, ist für jeden Menschen unterschiedlich. Entscheidend ist weniger die Methode als die Bereitschaft, sich selbst regelmäßig Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken.


