Flaumfrei: So verschwinden Gesichtshärchen

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Im richtigen Licht haben selbst die feinsten Härchen plötzlich ihren großen Auftritt. Wer lieber darauf verzichtet, hat die Wahl zwischen Rasierer, Wachs und Dermaplaning. Was die Methoden können – und welche zur Haut passt.


Plötzlich im Rampenlicht

Zu Hause war noch alles unauffällig. Dann fällt Sonnenlicht auf die Wange, und der feine Flaum meldet sich zu Wort. Gesichtshärchen sind völlig normal, auch bei Frauen. Sie müssen weder versteckt noch entfernt werden. Manchmal stören sie aber beim Schminken, manchmal gefällt das glatte Hautgefühl einfach besser. Dann lohnt sich ein genauer Blick auf die Möglichkeiten – denn nicht jede Haut findet jede Behandlung gleich angenehm.

Rasieren: kurz und unkompliziert

Die schnellste Lösung liegt oft schon im Badezimmerschrank. Ein Rasierer kürzt die Härchen an der Oberfläche, ohne sie an der Wurzel zu entfernen. Das geht normalerweise schmerzfrei, hält dafür aber vergleichsweise kurz. Wichtig sind eine saubere, scharfe Klinge, wenig Druck und Rasieren in Wuchsrichtung. So lässt sich das Risiko für Schnitte und Reizungen reduzieren. 

Die Sorge, danach einen kräftigeren Flaum zu bekommen, gehört übrigens ins Reich der Beauty-Mythen. Die Haare wachsen durch Rasieren weder dicker noch dunkler nach. Ihre abgeschnittenen Spitzen können sich lediglich etwas borstiger anfühlen. 

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Waxing: ein kurzer Zieper, länger Ruhe

Waxing entfernt die Haare samt Wurzel – und kann deshalb mehrere Wochen für glatte Haut sorgen. Gerade für einen kleinen Bereich über der Oberlippe ist das eine Möglichkeit. Ganz ohne Ziepen geht es allerdings selten, und empfindliche Haut kann mit Rötungen und Reizungen reagieren.

Ein wichtiger Blick gilt deshalb auch der Pflegeroutine: Retinol und verschreibungspflichtige Retinoide können die Haut beim Waxing verletzlicher machen. Im ungünstigen Fall wird Haut mit abgezogen. Die amerikanische Dermatologiegesellschaft empfiehlt, entsprechende Produkte vor Gesichts-Waxing zu pausieren; bei verordneten Präparaten sollte das Vorgehen ärztlich abgestimmt werden. 

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Dermaplaning: glatt mit Extra-Effekt

Dermaplaning verbindet die Entfernung feiner Härchen mit einem oberflächlichen Peeling. Eine spezielle Klinge nimmt neben dem Flaum auch abgestorbene Hautzellen ab. Das Ergebnis kann sich besonders glatt anfühlen – die Haut bekommt allerdings auch mehr Behandlung ab als bei einer gewöhnlichen Rasur. Professionelles Dermaplaning ist deshalb nicht mit dem schnellen Einsatz eines kleinen Gesichtsrasierers gleichzusetzen. Verletzungen und Infektionen gehören zu den möglichen Risiken. 

Bei empfindlicher Haut, Rosazea, Ekzemen oder aktiver Akne sollte Dermaplaning vermieden werden. Ein glattes Finish ist schließlich nur dann schön, wenn sich die Haut damit wohlfühlt. 

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Die Haut hat das letzte Wort

Für eine schnelle Lösung kommt Rasieren infrage, für ein länger anhaltendes Ergebnis Waxing. Dermaplaning bietet zusätzlich den Peeling-Effekt, verlangt aber eine passende Haut und fachgerechte Anwendung. Bei wenigen einzelnen Härchen genügt oft schon eine Pinzette. Werden die Haare plötzlich deutlich kräftiger und kommen etwa Zyklusveränderungen oder Akne hinzu, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.