Beauty frisch aufgebrüht: Tea Time fürs Gesicht

Weißer Tee im Serum, Rooibos in der Creme, Süßholz für einen ebenmäßigeren Teint: Die Zutaten unserer liebsten Aufgüsse haben auch in der Hautpflege einiges zu bieten. Zeit für eine kleine Beauty-Teekarte.


Lust auf Tee – aber nicht nur in der Tasse!

Tee passt zum Morgen im Bademantel genauso wie zum Abend auf dem Sofa. Dazwischen hat er sich einen Platz im Beautyregal gesichert. Dort kommen ausgewählte Extrakte zum Einsatz, die unterschiedliche Pflegebedürfnisse ansprechen. Von antioxidativer Pflege bis zum Frischegefühl: Jede Sorte bringt ihren eigenen Charakter mit.

Schutz mit Teintgefühl: Weißer Tee & Schwarztee 

Fein im Geschmack, spannend für die Pflege: Weißer Tee punktet mit antioxidativem Potenzial. Seine Extrakte werden außerdem im Zusammenhang mit dem Erhalt von Kollagen und Elastin erforscht – den Strukturproteinen, die der Haut Festigkeit und Elastizität geben. Ein interessanter Inhaltsstoff für Seren und Cremes, die sich ersten Zeichen der Hautalterung widmen.

Sein dunkler Aufguss wirkt fast wie die elegante Abendversion des Grüntees. Kosmetisch interessieren vor allem die antioxidativen Eigenschaften seiner Pflanzenstoffe. Schwarztee-Extrakte werden unter anderem im Zusammenhang mit oxidativem Stress durch UV-Strahlung untersucht. Ein spannendes Thema für ergänzende Tagespflege – der Sonnenschutz bleibt dabei selbstverständlich Teil der Routine.

Ausgleich fürs Gesicht: Grüntee & Kamille 

Glänzende T-Zone, kleine Unreinheiten, gelegentliche Unruhe: Hier gehört Grüntee zu den interessanten botanischen Kandidaten. Seine Pflanzenstoffe werden wegen antioxidativer und entzündungshemmender Eigenschaften geschätzt. Für den Grüntee-Bestandteil EGCG gibt es auch klinische Hinweise auf positive Effekte bei Akne. In einer leichten Pflege findet der Klassiker seinen unkomplizierten Platz.

Kamille hat ihren festen Platz in der traditionellen Hautpflege und steht für wohltuende, beruhigende Anwendungen. Auch hier zählt die individuelle Verträglichkeit: Bei Allergien gegen Korbblütler kann sie Reaktionen auslösen. Für das Pflegeritual ist deshalb eine passend formulierte Creme die überlegtere Wahl als das selbst gemachte Kamillenpad auf den Augen.

Zeit für mehr Ebenmaß: Rooibos & Süßholz 

Rooibos erweitert die kosmetische Teekarte um eine weniger offensichtliche Zutat. In einer Untersuchung verbesserte eine Creme mit einer Kombination aus Tee- und Rooibos-Extrakten das gemessene Faltenbild. Ein vielversprechender Ansatz für glättende Pflege, wobei die gesamte Rezeptur den Unterschied macht. Als geschmeidige Abendcreme lässt sich diese Idee besonders schön ins tägliche Ritual integrieren.

Was als Lakritzgeschmack die Meinungen teilt, ist im Beautyregal besonders interessant: Süßholzwurzel. Ihre Extrakte kommen in Pflege gegen ungleichmäßige Pigmentierung zum Einsatz. Auch klinisch wurden entsprechende Kombinationen untersucht. Für einen Teint, der ebenmäßiger wirken soll, lohnt deshalb ein Blick auf Seren und Cremes mit „Licorice Root Extract“. Gemeint ist der Pflanzenextrakt – die Süßigkeit darf im Naschfach bleiben.

Ein Hauch Frische: Pfefferminze

Pfefferminze bringt vor allem ein besonderes Hautgefühl mit. Ihr mentholhaltiges Öl sorgt in entsprechend formulierten Produkten für einen kühlenden Eindruck – etwa in einer Fußpflege nach einem langen Tag. Für empfindliche Gesichtshaut ist dieser Frischekick allerdings nicht immer die beste Wahl, denn Pfefferminzöl kann reizen. Die Eigenschaften des Öls lassen sich außerdem nicht einfach auf Pfefferminztee übertragen.

Welche Sorte zum persönlichen Favoriten wird, entscheidet sich am Ende auf der Haut. Die Tasse daneben ist optional. Für das kleine Spa-Gefühl zu Hause allerdings eine ziemlich schöne Ergänzung.