– eine Kolumne von Mentorin, Keynote-Speakerin und Autorin Meike Hohenwarter.
„KI ist dumm“, behauptete neulich mein Taxifahrer und suchte meinen Blick im Rückspiegel. Ich war zu müde, um zu widersprechen. Und ehrlich gesagt: Er hatte recht.
Seine KI ist dumm.
Meine nicht.
Er erzählte mir etwas über Zeitzonen, die sie falsch berechnet hatte. Ja, das kenne ich. Vielleicht kennst du das auch: Du tippst etwas in den Chat, und das Ergebnis hilft dir nicht wirklich weiter. Das ist nicht dein Fehler und auch nicht der der KI. Es liegt schlicht daran, dass ihr einander nicht kennt.
Weiß deine KI eigentlich, wer du bist?
Denk an deine Friseurin. Beim allerersten Termin erklärst du alles: wie kurz, welcher Scheitel, bitte nicht zu viele Stufen. Am Ende schaust du in den Spiegel und bist trotz all deiner Erklärungen nicht wirklich zufrieden. Ein paar Jahre später setzt du dich in den Stuhl, die Friseurin fragt „Wie immer?“, und du nickst und lehnst dich entspannt zurück.
Was die meisten Menschen mit ihrer KI erleben, erinnert eher an den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“: Jeden Morgen stellen sie sich neu vor, und die Ergebnisse werden einfach nicht besser. Das zu ändern hat wenig mit Technik zu tun. Es hat viel damit zu tun, wie du mit deiner KI arbeitest.
Mit meiner KI bin ich längst beim „Wie immer“. Sie weiß, wofür ich stehe, was ich anbiete und wohin ich will. Was ich gestern entschieden habe, weiß sie heute, denn sie macht jedes Update meiner Ideen, Wünsche und Anweisungen in Lichtgeschwindigkeit mit. So nimmt sie mir jede Menge ab. Gestern zum Beispiel hat sie Tischreservierungen für mich erledigt und meine Zollerklärung für die Schweiz ausgefüllt. Sie schreibt meine E-Mails vor, und sie klingen nach mir, nicht nach Versicherungsprospekt. Lauter Kleinkram, für den ich meinen Kopf nicht mehr bemühen muss. Und das ist noch lange nicht alles: Sie plant meinen Content, meine Verkäufe und meine PR, schreibt mir Google-Anzeigen und bereitet meine Buchhaltung vor.
Das ist, als hätte ich ein ganzes Assistenz-Team, das mir rund um die Uhr den Rücken freihält. Nach fast 25 Jahren Selbständigkeit ist meine Frage plötzlich nicht mehr: Wie schaffe ich das alles? Sondern: Was möchte ich in die Welt bringen, jetzt, wo ich die Zeit dafür habe? Was würdest du in die Welt bringen, wenn dir jemand den Kleinkram abnimmt?
Dieses Unternehmerinnen-Schlaraffenland ist natürlich nicht über Nacht entstanden. Aber wenn man weiß, wie es geht, ist es in kurzer Zeit umsetzbar. Zwischen der KI meines Taxifahrers und meiner KI liegen daher Welten. Finde zuerst heraus, wo du gerade stehst: Mein kostenloser KI-Stufen-Test zeigt dir in drei Minuten deine Stufe und was dir das nächste Level bringen würde.
Über die Autorin
Meike Hohenwarter begleitet Coaches & Expert:innen dabei, in ihre volle Größe zu gehen. Sie ist seit fast 25 Jahren als Coach und Unternehmerin tätig und unterrichtet seit Anfang 2025, wie Coaches & Expert:innen KI einsetzen.
Mit diesem Beitrag eröffnet sie ihre neue Kolumnenreihe „Die Zukunft ist weiblich“.
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