Wo die Festspiele weitergehen: Die schönsten Geschichten entstehen oft zwischen den Akten

© Judith Bradl

Wenn sich Salzburg jeden Sommer in eine internationale Bühne verwandelt, stehen große Opern, gefeierte Schauspielerund musikalische Sternstunden im Mittelpunkt. Doch die Salzburger Festspiele leben nicht nur von dem, was auf den Bühnen geschieht. Sie leben auch von den Begegnungen danach, von inspirierenden Gesprächen und von jenen besonderen Orten, an denen Kultur, Kulinarik und Gesellschaft aufeinandertreffen. Einer dieser Orte ist seit Jahren das St. Peter Stiftskulinarium.


Wenn Salzburg Festspielstadt wird

Von 17. Juli bis 30. August 2026 blickt die Welt erneut nach Salzburg. Internationale Gäste, Künstler, Kulturbegeisterte und prominente Persönlichkeiten verwandeln die Mozartstadt in einen der bedeutendsten Kultur-Hotspots Europas. Doch während sich die Aufmerksamkeit auf Premieren, Konzerte und Aufführungen richtet, entstehen viele der unvergesslichen Momente abseits der großen Bühnen. Nach dem letzten Vorhang. Zwischen zwei Programmpunkten. Bei einem Glas Wein, einem späten Dinner oder einem zufälligen Treffen.

Der besondere Zauber des Dazwischen

Genau hier hat das St. Peter Stiftskulinarium seinen festen Platz im Festspielsommer gefunden. Nicht als offizieller Veranstaltungsort, sondern als Treffpunkt für all jene Momente, die sich nicht planen lassen. Seit Jahren gehört das traditionsreiche Haus für viele Gäste ganz selbstverständlich zum Festspielerlebnis dazu. Hier beginnt der Abend vor der Vorstellung. Hier wird nach einer Premiere angestoßen. Und hier entstehen Gespräche, die oft länger in Erinnerung bleiben als manch Programmpunkt.

Wo Kunst auf Geschichte trifft

Unter dem Leitmotiv „The Place Where Art Blooms“ öffnet sich das Stiftskulinarium auch 2026 wieder zeitgenössischer Kunst. Mit der Installation Beyond The Fields des französischen Künstlers Alexis Boyer sowie einer Graffiti-Intervention von Tamara Soma Volgger ziehen zwei außergewöhnliche Positionen in das älteste Restaurant Europas ein. Dabei begegnen die Werke den Besucher nicht in klassischen Galerieräumen. Stattdessen werden sie Teil der historischen Willibaldarkaden und treten dort in einen spannenden Dialog mit der jahrhundertealten Architektur. Tradition und Gegenwart begegnen sich auf Augenhöhe – ganz im Sinne der Festspiele selbst.

St. Peter Stiftskulinarium x Tamara Soma Volgger; (c) Christian Maislinger

Kulinarik als kreative Inszenierung

Auch in der Küche steht während der Festspielzeit die Kunst des Erlebens im Mittelpunkt. Unter dem Motto „The Place of Culinary Vision“ verbindet das St. Peter Stiftskulinarium regionale Wurzeln mit moderner Raffinesse. Im Fokus steht dabei ein Chef’s Choice Menü, das sich bewusst an Saisonalität, Produktqualität und kreativer Handschrift orientiert. Die vier bis fünf Gänge entwickeln sich aus dem Moment heraus – inspiriert von den besten verfügbaren Zutaten und einer Küche, die Genuss als Form der Inszenierung versteht. So entsteht ein kulinarisches Erlebnis, das perfekt zur kulturellen Atmosphäre der Festspielstadt passt.

(c) Engelbert Mezdona

Wenn aus einem Glas zwei werden

Nicht selten beginnen die schönsten Festspielabende mit dem Gedanken, nur kurz vorbeizuschauen. Doch genau daraus entstehen oft die längsten Nächte. Mit mehr als 900 Positionen zählt die Weinkarte des Hauses zu den beeindruckendsten des Landes. Österreichische Spitzenweine treffen auf internationale Raritäten und begleiten jene Gespräche, die sich manchmal ganz von selbst entwickeln. Aus einem Glas wird ein zweites. Aus einer Begegnung ein interessanter Austausch. Aus einem geplanten Zwischenstopp ein Abend, der in Erinnerung bleibt.