Die Cruise 2027 Kollektion von Louis Vuitton unter der kreativen Leitung von Nicolas Ghesquière erzählt keine klassische Modegeschichte – sie erzählt eine Verbindung. Zwischen zwei Städten, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten: Paris und New York. Und doch genau deshalb perfekt füreinander.
New York als Gefühl, nicht nur als Ort
New York wird in dieser Kollektion nicht als Postkartenmotiv verstanden, sondern als lebendiges System aus Gegensätzen. Uptown und Downtown, Ruhe und Tempo, Geschichte und Gegenwart existieren hier gleichzeitig. Diese Vielschichtigkeit macht die Stadt zur perfekten Projektionsfläche für Mode, die sich nicht festlegen will. New York wird zum Symbol für Bewegung – kulturell, emotional, visuell.
Pop, Kunst und kulturelle Reibung
Ein zentrales Motiv der Kollektion ist die Verbindung von Popkultur und Handwerk. Die Entdeckung eines von Keith Haring gestalteten Louis Vuitton Archivstücks wird dabei zum Ausgangspunkt einer visuellen Erzählung. Die ikonische Bildsprache der Pop Art fließt in Kleidung und Accessoires ein, ohne plakativ zu wirken. Stattdessen wird sie weitergeführt – auf Leder, Stoff und Silhouette übertragen. Mode wird hier zur Leinwand, Kunst zum tragbaren Moment.

Reisen zwischen Zeiten und Identitäten
Die Kollektion bewegt sich zwischen Epochen: Gilded Age trifft Street Culture, klassische Kunst trifft urbane Gegenwart. Diese Gleichzeitigkeit ist kein Widerspruch, sondern Konzept. Inspiration findet sich sowohl in historischen Räumen wie den Salons der Frick Collection als auch in der rauen Energie der Straße. So entsteht ein Spannungsfeld, in dem Vergangenheit nicht abgeschlossen ist, sondern weiterlebt.
Handwerk als Übersetzung von Realität
Im Zentrum bleibt das, wofür Louis Vuitton steht: Savoir-faire. Materialien wie Denim, Jersey und Leder werden nicht nur verarbeitet, sondern interpretiert. Amerikanische Alltagscodes treffen auf europäische Handwerkstradition. So wird aus einem einfachen Stoff ein kulturelles Statement – und aus einem Kleidungsstück ein erzählerisches Objekt.

Die Kollektion arbeitet mit Fragmenten: Graffiti-Elemente, Anklänge an klassische Ornamentik, Referenzen an urbane Symbolik. Alles wirkt wie ein visuelles Archiv, das neu zusammengesetzt wird. Farben bleiben dabei lebendig und optimistisch, fast wie eine visuelle Energie, die durch die Stadtlandschaften zieht. Nichts wirkt statisch – alles bleibt in Bewegung.
Zu den Gästen der Show zählten u. a. Emma Stone, Zendaya, Cate Blanchett, Jennifer Connelly, Alicia Vikander, Chase Infiniti, Felix, Hoyeon, Ouyang Nana, Liu Yifei, Danielle Haim, Este Haim, Marina Foïs, Stacy Martin, Emma Laird, Zaho de Sagazan, Emily Blunt, Anne Hathaway, Amy Adams, Chloë Sevigny, Ava DuVernay, Gingle Wang, Anna Lambe, Lily Collias, Hannah Einbinder, Vimala Pons, Sadie Soverall, Bella Maclean, Misty Copeland, Ella Rubin, Emily Alyn Lind, Sasha Spielberg, Akari Takaishi, Awich, Tschabalala Self, Veronika Slowikowska und Lena Mahfouf, neben weiteren Persönlichkeiten.





