Backe, backe Kuchen – das Picknick hat gerufen!

Picknickdecke ausrollen, Lieblingskuchen einpacken und gemeinsam genießen: Was in Kalifornien als kleine Backidee begann, ist jetzt auch in Österreich angekommen. Im idyllischen Garten der Klimt-Villa in Wien feierte das erste Kuchen-Picknick des Landes Premiere – mit jeder Menge selbstgebackener Mehlspeisen, sommerlicher Stimmung und einem klaren Motto: Kuchen schmeckt gemeinsam einfach besser.


Ein Picknick, bei dem Kuchen die Hauptrolle spielt

Sommer, Sonnenschein und der Duft von frisch gebackenem Kuchen – bessere Zutaten für einen entspannten Nachmittag gibt es wohl kaum. Genau dieses Rezept ging im rund 6.000 Quadratmeter großen Garten der Klimt-Villa auf: Rund 80 Hobbybäcker und Kuchenfans trafen sich hier zum ersten offiziellen Kuchen-Picknick Österreichs.

Organisiert wurde das Event von Fini’s Feinstes, das damit einen internationalen Trend erstmals nach Österreich brachte. Die Spielregeln waren denkbar einfach: Wer mit dabei sein wollte, brachte seinen selbstgebackenen Lieblingskuchen mit – vom saftigen Gugelhupf über fruchtige Tartes bis hin zu kreativen Brownies und Cheesecakes. Statt Wettbewerb oder Jury standen Austausch, Genuss und Gemeinschaft im Mittelpunkt.

Ein Trend aus Kalifornien erobert Österreich

Die Idee hinter dem Kuchen-Picknick ist überraschend simpel. 2024 lud eine Hobbybäckerin in Kalifornien Freund zu einem gemeinsamen Picknick mit selbst gebackenen Kuchen ein. Aus der kleinen Runde entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit ein weltweiter Social-Media-Trend. Heute finden Kuchen-Picknicks in zahlreichen Städten statt und ziehen teilweise mehr als 1.000 Besucher an.

Dass der Trend nun auch Österreich erreicht, überrascht kaum. Schließlich hat das gemeinsame Kaffeetrinken hierzulande einen besonderen Stellenwert, denn Mehlspeisen gehören nunmal fest zur österreichischen Genusskultur.

Von Omas Gugelhupf bis zu modernen Brownies

Besonders schön war die Vielfalt der mitgebrachten Kuchen. Neben traditionellen Familienrezepten fanden sich moderne Interpretationen und kreative Eigenkreationen auf den Picknickdecken. So brachte eine Teilnehmerin ihren Marmorgugelhupf mit – nach einem Rezept ihrer Großmutter, das seit Generationen weitergegeben wird. Für sie stand nicht der perfekte Kuchen im Mittelpunkt, sondern die Freude, ein Stück Familiengeschichte mit anderen zu teilen.

Auch die jüngsten Besucher kamen voll auf ihre Kosten. Eine vierjährige Genießerin zeigte sich beeindruckt von der riesigen Auswahl an Mehlspeisen und erklärte Schoko-Brownies sowie Erdnussbutter-Würfel kurzerhand zu ihren neuen Lieblingskuchen. Ein Wunsch an den Papa für den nächsten Geburtstag inklusive.

Warum Kuchen Menschen verbindet

Gerade in einer Zeit, in der viele Begegnungen digital stattfinden, treffen Veranstaltungen wie das Kuchen-Picknick einen Nerv. Statt Likes und Kommentaren geht es um echte Gespräche, gemeinsames Probieren und den Austausch von Rezepten, Backtipps und persönlichen Geschichten.

Harald Lang, Marketingleiter von Fini’s Feinstes und Initiator des Events, bringt die Idee auf den Punkt: Liebe und Kuchen hätten eines gemeinsam – beides werde größer, wenn man es teile. Genau dieses Gemeinschaftsgefühl war während des gesamten Nachmittags spürbar. Fremde kamen ins Gespräch, Rezepte wurden weitergegeben und aus Picknick-Nachbar entstanden neue Bekanntschaften.

Gut möglich also, dass das Kuchen-Picknick künftig genauso selbstverständlich zum Sommer gehört wie Grillabende oder Straßenfeste. Die Zutaten dafür sind jedenfalls vorhanden – schließlich werden in Österreich jedes Jahr Millionen Kuchen gebacken. Warum also nicht öfter ein Stück davon mit anderen teilen?

Alle Bilder: © Alexander Zillbauer