Ein schwarzes Kleid, ein roter Lippenstift und plötzlich hat der Abend eine Hauptdarstellerin. Diese serieninspirierten Halloween-Looks brauchen wenige Pieces – und ein Make-up, das seine Rolle ernst nimmt.
Die nächste Folge spielt auf der Tanzfläche
Zwischen „nur noch eine Folge“ und der Einladung zur Halloween-Party liegt manchmal erstaunlich wenig Zeit. Zum Glück liefert die Streaming-Watchlist auch Kostüminspiration: Figuren mit einer so markanten Ästhetik, dass ein paar gezielte Details reichen, um sie erkennbar zu machen. Die folgenden Stylings übersetzen ihre Garderobe in unkomplizierte Party-Outfits. Dazu kommt ein Beauty-Look mit etwas mehr Drama als gewöhnlich. Schließlich ist der 31. Oktober kein Anlass für falsche Zurückhaltung.
Wednesday Addams: Schlechte Laune, guter Look
Wednesday macht aus Schwarz eine Lebenseinstellung. Ihre Seriengarderobe verbindet Gothic-Elemente mit modernen Silhouetten – für die Party-Version genügt bereits ein dunkles Kleid mit weißem Kragen. Der lässt sich auch mit einer Bluse unter einem ärmellosen Modell improvisieren. Blickdichte Strumpfhose, Loafer oder Schnürboots dazu, Mittelscheitel ziehen und zwei möglichst ordentliche Zöpfe flechten.
Beim Schminken darf es dagegen etwas unordentlicher werden: Taupefarbenen und anthrazitgrauen Lidschatten dicht am oberen und unteren Wimpernkranz verblenden, damit die Augen leicht verschattet wirken. Ein matter Teint und ein gedämpfter Beerenton auf den Lippen vervollständigen den Look. Rouge hat heute frei. Das Lächeln bleibt optional.
Morticia Addams: Familienoberhaupt mit Glamour-Faktor
Wer Halloween lieber mit einem Hauch Old Hollywood feiert, findet in Wednesdays Mutter die passende Muse. Morticias Kostüme spielen mit langen Linien, dunklen Stoffen und dramatischen Details. Für eine unkomplizierte Interpretation sorgt ein bodenlanges, körpernahes Kleid; alternativ funktionieren ein schwarzes Langarmtop und ein schmaler Maxirock. Ein tiefer Ausschnitt oder ausgestellte Ärmel geben dem Outfit zusätzliche Präsenz.
Die Haare fallen glatt über die Schultern, während das Gesicht klare Akzente bekommt: präzise Brauen, grau schattierte Lider und ein verlängerter Lidstrich. Dazu tiefrote Lippen mit sauber gezeichneter Kontur. Wer von Natur aus kurze Haare trägt, kann mit einer Perücke nachhelfen – für diesen Auftritt lohnt sich die Extraportion Haar. Eine einzelne Rose macht das Bild komplett. Sehr elegant, dezent bedrohlich.
Sabrina Spellman: Hexerei mit Haarreif
In „Chilling Adventures of Sabrina“ trifft übernatürliches Chaos auf eine Garderobe mit Retro-Charme. Rote Mäntel, Rollkragenpullover und Haarreifen gehören zu Sabrinas charakteristischen Modeelementen. Daraus lässt sich mit einem roten Strickpullover, einem kurzen schwarzen Rock und dunklen Strumpfhosen schnell ein Kostüm zusammenstellen. Flache Mary Janes passen ebenso dazu wie schlichte Ankle Boots.
Ein schwarzer Haarreif setzt das entscheidende Signal, ein kinnlanger blonder Bob verstärkt den Wiedererkennungswert. Beim Make-up bilden warme Brauntöne auf den Lidern und dunkelkirschrote Lippen die Basis. Für einen bewusst düsteren Party-Twist kann der Lippenstift fast ins Schwarze spielen. Ein altes Buch unter dem Arm ersetzt das aufwendige Accessoire-Shopping. Ob darin Zaubersprüche oder Steuerunterlagen stehen, bleibt Hexengeheimnis.
Young-hee: Süß ist hier nur die Verpackung
Die Puppe aus „Squid Game“ liefert eine besonders unheimliche Vorlage: Ihr kindliches Erscheinungsbild steht in scharfem Kontrast zu ihrer Rolle in der Serie. Auch Netflix greift das ikonische Kleid in seinen Fan-Kollektionen auf. Für eine selbst zusammengestellte Variante treffen ein orangefarbenes ärmelloses Kleid und ein gelbes Shirt mit Kragen auf weiße Kniestrümpfe und schwarze Ballerinas. Zwei kurze Zöpfe machen die Figur erkennbar.
Den Puppeneffekt erzeugen runde, deutlich platzierte Rougeflächen und ein kleiner, exakt geschminkter roter Mund. Heller Kajal auf der unteren Wasserlinie und fein gezeichnete Wimpern unter dem Auge lassen den Blick größer erscheinen. Der Teint bleibt gleichmäßig und matt. So entsteht mit einfachen Mitteln ein Gesicht, das beim ersten Hinsehen niedlich wirkt – und beim zweiten ziemlich gute Gründe liefert, weiterzugehen.
Der letzte Schliff bleibt bis zum Abspann
Damit die Verwandlung auch nach dem ersten Drink überzeugt, lohnt sich ein kurzer Halt vor dem Spiegel: Lippenkontur nachziehen, überschüssige Farbe mit einem Kosmetiktuch abnehmen und die T-Zone sparsam abpudern. Kleine Accessoires machen den Rest. Haarreif, Rose oder Buch erzählen oft mehr als ein zusätzliches Kostümteil.


