Wenn weniger Essen nicht mehr die Lösung ist – Gedanken zu Heißhunger, Bauchfett und Energietiefs von Heidi Gregor

Mit großer Freude begleitet Mag.pharm. Heidi Gregor – Apothekerin und Mentorin für ganzheitliche Frauengesundheit 45+ – ab sofort regelmäßig dielook! Leserinnen mit einer eigenen Kolumne rund um alle relevanten Themen der Frauengesundheit ab der Lebensmitte. Den Anfang machen körperliche und hormonelle Veränderungen ab der Lebensmitte und der ganzheitliche Umgang damit.


Warum plötzlich alles schwieriger wird

Immer wieder erzählen mir Frauen in der Lebensmitte von denselben Herausforderungen. Sie haben das Gefühl, ständig an Essen denken zu müssen. Mahlzeiten sättigen nicht mehr so lange wie früher, der Appetit kehrt rasch zurück und besonders am Nachmittag wird der Wunsch nach etwas Süßem beinahe unwiderstehlich.

Gleichzeitig fehlt die Energie. Viele Frauen beschreiben ein tägliches Tief, das sie früher nicht kannten. Und obwohl sie sich bemühen, gesund zu essen und auf ihr Gewicht zu achten, wandern die Kilos langsam, aber stetig auf die Waage – bevorzugt rund um die Körpermitte.

Der häufigste Denkfehler

Die Reaktion darauf ist oft vorhersehbar: weniger essen, mehr Disziplin, die nächste Diät. Doch genau hier liegt häufig ein Denkfehler. Denn in der Lebensmitte geht es nicht mehr nur darum, wie viel wir essen. Es geht zunehmend auch darum, was in unserem Hormonsystem passiert.

Wenn Hormone die Spielregeln verändern

Bereits Jahre vor der letzten Regelblutung beginnen Östrogen und Progesteron zu schwanken. Diese beiden Hormone beeinflussen nicht nur den Zyklus, sondern auch unser Energiegefühl, unser Wohlbefinden und sogar unser Hunger- und Sättigungsempfinden. Viele Frauen erleben deshalb etwas, das sie von sich selbst gar nicht kennen. Sie haben plötzlich mehr Appetit, fühlen sich nach Mahlzeiten weniger zufrieden oder entwickeln Gelüste, die sie früher kaum hatten. Gleichzeitig scheint der Körper jede Kalorie deutlich effizienter zu speichern als noch einige Jahre zuvor.

Sie machen nichts falsch

Besonders frustrierend ist dabei, dass viele Frauen glauben, sie hätten etwas falsch gemacht. Tatsächlich erlebt der Körper jedoch eine biologische Umstellung. Die Spielregeln verändern sich – und damit oft auch die Strategien, die früher funktioniert haben. Die entscheidende Frage aus meiner Sicht ist deshalb eine der wichtigsten Fragen in dieser Lebensphase nicht: „Wie kann ich noch weniger essen?“ Sondern: „Wie kann ich meinen Körper und mein Hormonsystem bestmöglich unterstützen?“

Denn hormonelle Balance hat weitreichenden Einfluss auf Wohlbefinden, Energie, Appetit und Gewicht. Wer diese Zusammenhänge versteht, erkennt häufig, dass Heißhunger, Bauchfett und Energietiefs nicht Ausdruck mangelnder Disziplin sind, sondern Signale eines Körpers, der sich verändert.

Die gute Nachricht

Die gute Nachricht: Man muss dieser Entwicklung nicht hilflos ausgeliefert sein. In meinem kostenlosen Webinar am 30. Juni zeige ich, welche hormonellen Veränderungen hinter Heißhunger, Bauchfett und Energietiefs stecken, welche Rolle Ernährung dabei spielt und welche Möglichkeiten Frauen haben, ihren Körper in dieser Lebensphase gezielt zu unterstützen.