In der neuesten Ausgabe des Wiener Bezirksblatt lässt Uschi Pöttler-Fellner in ihrer Kolumne „look!“ einen Gedanken aufblitzen, der, einmal ausgesprochen, früher oder später in Taten umgesetzt werden will: Ein neues Jahr, neue Vorsätze – und irgendwo zwischen Motivation und Verdrängung wartet ein ganz besonderer Stapel auf seine Bestimmung…
Der Denim-Berg muss weg!
Das fast noch taufrische Jahr verleitet zu reinigenden Aktionen aller Art. Ausmisten ist angesagt. Der Stapel Jeans, der seit einem Jahr in einem der ehemaligen Kinderzimmer, das aktuell als „hier kommt alles rein, von dem man nicht genau weiß, wo es hin soll“-Zimmer dient, dieser eindrucksvolle Stapel aus heller, mittelblauer- und dunkelblauer Jeans also… der muss endlich raus!
Also zumindest raus aus meinem Blickfeld. Peinlich genug, dass das auf einen Sprung im ehemaligen Domizil vorbeischauende Kind den vor sich hin dümpelnden Denim-Haufen nun schon zum zweiten Mal mit „Jetzt liegen deine alten Klamotten immer noch in meinem Zimmer rum“ kommentierte.
Dem Kind kann es ja egal sein, was oder wer in seinem ehemaligen Kinderzimmer die ästhetische Ordnung trübt (es ist eh nicht da). Ich jedenfalls beweise als Mutter Konsequenz, auch beim Ausmisten. Vorher schlupfe ich noch einmal in die ehemalige Lieblingshose rein, könnte ja ein Wunder passiert sein. Bitte, Jesus ist auch auf Wasser gegangen und vorher hat’s keiner geglaubt. Es ist ja jetzt sehr viel vom Visualisieren die Rede.
Ich visualisiere also, dass der Zipp problemlos schließt, dass ich die verdammte Lieblingshose endlich (wieder) über den A… bekomme und nicht wie eine traurige Witzfigur darin stecken bleibe. Ritschratsch. Jetzt ist der Zipp kaputt. In dem Zustand kann ich die Jeans nicht mal mehr verschenken. Schiebe sie also ganz unten in den Stapel. Die anderen Hosen probiere ich morgen durch. Das Kind kommt eh erst in frühestens vier Wochen wieder.
Mehr dazu in der neuen Ausgabe vom Wiener Bezirksblatt!


