Warme Maroni, knusprige Kürbishäppchen und Birnen im Blätterteig: Der Herbst liefert die besten Gründe, öfter mal zuzugreifen. Diese Snackideen passen zum gemütlichen Serienabend genauso wie zum Aperitivo mit Freundinnen.
Heute bleibt das Besteck in der Schublade
Draußen wird es früher dunkel, drinnen rückt der Couchtisch ins Zentrum des gesellschaftlichen Lebens. Darauf machen sich ein paar herbstliche Kleinigkeiten ausgesprochen gut. Mal würzig, mal süß, am liebsten noch lauwarm: Mit wenigen Zutaten entsteht eine kleine Auswahl, für die niemand stundenlang in der Küche verschwinden muss. Servietten bereitlegen lohnt sich trotzdem. Blätterteig hat seine eigenen Vorstellungen von Tischmanieren.
Maroni ohne Geduldsprobe
Frisch geröstet duften sie nach Herbstspaziergang und Marktbesuch. Zu Hause sorgt allerdings die hartnäckige Innenhaut gelegentlich für weniger romantische Gefühle. Damit sie sich leichter lösen lässt, hilft Feuchtigkeit: Die Schale an der gewölbten Seite kreuzweise einritzen und die Maroni etwa eine Stunde in kaltes Wasser legen.
Anschließend mit der Schnittseite nach oben auf einem Blech verteilen und bei 200 Grad rund 20 bis 25 Minuten rösten. Eine zusätzliche ofenfeste Schale mit Wasser liefert Dampf. Danach kurz in ein sauberes, feuchtes Küchentuch wickeln und noch warm schälen, sobald sie sich sicher anfassen lassen. So stehen die Chancen besser, dass die Maroni im Mund landet und nicht als Bröselhaufen auf dem Teller.

Knusprige Konkurrenz aus dem Ofen
Kürbis macht auch im Kleinformat eine gute Figur. Für herzhafte Häppchen Blätterteig in Quadrate schneiden und mit etwas Crème fraîche, dünnen Hokkaidoscheiben und zerbröseltem Feta belegen. Thymian und schwarzer Pfeffer darübergeben, die Ränder frei lassen und nach Packungsangabe goldbraun backen. Wichtig: Den Kürbis wirklich fein schneiden, damit er gleichzeitig mit dem Teig gar wird.
Eine süße Alternative sind kleine Birnennester. Dafür Blätterteig mit dünnen Birnenspalten, gehackten Walnüssen, etwas Honig und einer Prise Zimt belegen. Die Kombination bringt Frucht, Crunch und gerade genug Süße auf den Tisch. Ein ähnliches Rezept findet sich bei Tante Fanny – ideal als Inspiration für die nächste herbstliche Kaffeerunde.
Wer lieber etwas zum Knabbern möchte, würzt geschälte Kürbiskerne mit wenig Olivenöl und Salz. Auf einem Blech verteilt brauchen sie bei 180 Grad Ober-/Unterhitze ungefähr acht Minuten; zwischendurch wenden und im Blick behalten. Nach dem Abkühlen kommt nach Geschmack etwas geräuchertes Paprikapulver dazu. Die kleine Schale dürfte schneller leer sein als geplant.
Auch Apfeltaschen lassen sich zum handlichen Snack verkleinern. Eine abgekühlte Füllung aus weich gedünsteten Apfelstückchen und Zimt portionsweise auf Blätterteig geben, zusammenklappen und die Ränder sorgfältig verschließen. Nach Packungsangabe backen und vor dem Servieren etwas auskühlen lassen – die Fruchtfüllung bleibt länger heiß, als die goldene Hülle vermuten lässt. Dazu passt ein Kaffee. Oder einfach noch eine zweite Tasche.


