Kräuterbüschel am Fenster, selbst gemischte Gewürze im Regal und ein Glas Eingemachtes für später: „Kitchen Witch“ bringt alte Küchenfertigkeiten zurück – mit Sinn für Ästhetik und einem Hauch Practical Magic.
Ein Hauch Magie zwischen Herd und Fensterbrett
Über dem Küchentisch trocknet ein Bündel Rosmarin. Auf dem Regal stehen Gläser mit handgeschriebenen Etiketten, auf dem Herd köcheln Früchte für später. Es ist eine Küche, in der gearbeitet wird – und in der selbst ein ganz gewöhnlicher Dienstagnachmittag plötzlich etwas Besonderes hat.

Pinterest nennt diese Mischung aus alten Küchenfertigkeiten und liebevoller Inszenierung „Kitchen Witch“. Dazu gehören selbst gemischte Gewürze, eingelegtes Gemüse, Kräuteraufgüsse oder Bienenwachstücher. Was früher vor allem praktisch war, bekommt heute wieder Zeit und Aufmerksamkeit.
Omas Wissen, neuer Blick
Einkochen und Kräutertrocknen sind keine neuen Entdeckungen. Doch zwischen schnellen Einkäufen und fertig abgepackten Zutaten fühlt es sich ungewohnt gut an, etwas mit den eigenen Händen herzustellen. Ein Glas eingelegte Zwiebeln macht das nächste Abendessen interessanter. Getrockneter Salbei erinnert noch Wochen später an einen Nachmittag auf dem Markt.
Der Reiz liegt dabei auch im Tun: Früchte schneiden, Gewürze mörsern, Gläser beschriften. Kleine Handgriffe, bei denen die Gedanken einmal bei genau einer Sache bleiben dürfen. Und am Ende steht etwas im Schrank, das sich verwenden, verschenken oder an einem grauen Tag öffnen lässt.
Sehr Practical Magic
Seinen märchenhaften Auftritt verdankt der Trend der Ästhetik von Practical Magic: dunkle Fläschchen, Kerzenlicht und Regale, die aussehen, als bewahrten sie neben Vorräten auch ein Familiengeheimnis auf. Im Umfeld der Fortsetzung des Films bekommt diese Bildwelt gerade neuen Schwung. Doch die „Kitchen Witch“ braucht weder ein verwinkeltes Haus noch einen perfekt sortierten Kräutergarten.
Ein Bund Rosmarin vom Markt und ein freies Glas reichen für den Anfang. Der erste Versuch muss nicht einmal besonders fotogen sein. Hauptsache, beim nächsten Kochen duftet es wieder ein bisschen nach diesem Nachmittag.


