Drei Designerinnen, 30 Couture-Looks und ein modischer Streifzug von New York über Wien bis Istanbul: Die look! Fashion Night powered by Suzuki setzte den Schlusspunkt unter die VIENNA FASHION WEEK.26.
Ein letzter großer Auftritt
Zum Abschluss der VIENNA FASHION WEEK.26 wurde es noch einmal wild – zumindest auf dem Laufsteg. Unter dem Motto „Fashion Goes Wild“ versammelte die look! Fashion Night powered by Suzuki Designer, prominente Gäste und Modefans zu einem Abend, an dem junge Talente ebenso im Rampenlicht standen wie ein international gefeierter Name: Atil Kutoğlu.
Erst Lounge, dann Laufsteg
In der look! Lounge powered by Suzuki war schon vor der Show einiges los. Zwischen Meet & Greets, Interviews und Presse-Shootings wurden Kontakte geknüpft und Outfits begutachtet. Den offiziellen Startschuss für das Closing gaben schließlich look!-Herausgeberin Uschi Pöttler-Fellner und Suzuki-Direktor Roland Pfeiffenberger.

Drei Handschriften, eine Bühne
Bevor Atil Kutoğlu das Finale übernahm, gehörte der Laufsteg drei Designerinnen mit ganz unterschiedlichen Ideen. Nóra Zsófia Szarka verband mit ihrem Label SOPHIARON ungarisches Kulturerbe und traditionelle Handarbeit mit modernen Silhouetten. Kathrin Schlager brachte elegante Couture aus Bad Hofgastein nach Wien. Die Niederländerin Nicole Plender wiederum ließ Mode, Kunst und Technologie aufeinandertreffen.



Die „Designer Selected“-Show bot damit reichlich Stoff zum Staunen: von feiner Schneiderkunst bis zu Entwürfen, die Lust auf modische Experimente machten.
Von New York nach Istanbul – mit Stopp in Wien
Für den Schlusspunkt holte Atil Kutoğlu gleich drei Metropolen auf den Laufsteg. Seine Couture-Kollektion für Herbst und Winter 2026/27 umfasst 30 Looks und erzählt von Städten, die seinen Stil und seine Karriere geprägt haben.
New York, wo Kutoğlu zwölf Jahre lang während der Fashion Week präsentierte, zeigte sich in Metallic-Effekten, asymmetrischen Details und klaren Linien. Geometrische und wellenförmige Elemente führten gedanklich weiter nach Wien, wo Jugendstil und Wiener Moderne auf Anklänge an die New Yorker Art-déco-Architektur trafen.


Istanbul, die Geburtsstadt des Designers, brachte Wärme ins Spiel: satte Farben, kunstvolle Stickereien und orientalisch inspirierte Formen. Seide, Wolle und Leder verliehen den Kreationen ihren luxuriösen Charakter.

Couture von Kopf bis Fuß
Mal präzise geschnitten, mal weich fließend; mal körpernah, mal großzügig: Die Kollektion lebte vom Wechsel der Formen. Auch Schuhe und Accessoires entwarf Kutoğlu selbst und stimmte sie auf seine Kreationen ab. Auf dem Laufsteg waren 20 internationale Models zu sehen.
In der ersten Reihe verfolgten unter anderem Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, die ehemalige Bundesministerin Maria Rauch-Kallat, der türkische Botschafter Gürsel Dönmez und Generalkonsulin Ece Öztürk die Show.


Zurück zu den Anfängen
Dass Kutoğlu seine Kollektion ausgerechnet hier zeigte, hatte einen persönlichen Bezug. Der 1968 in Istanbul geborene Designer kam zum Studium nach Wien, ließ sich später in Modedesign ausbilden und eröffnete in der Stadt sein erstes Atelier. Von dort führte ihn sein Weg auf internationale Laufstege und zu prominenten Kundinnen. 2013 erhielt er das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
Seit Juni 2026 ist Kutoğlu zudem wieder mit einem erweiterten Flagship-Store in der Wiener Innenstadt vertreten. Am Bauernmarkt 8 präsentiert er auf rund 180 Quadratmetern Mode und Accessoires. So endete die Fashion Week für ihn an einem Ort, an dem einst vieles begann – mit 30 neuen Gründen, gespannt auf das nächste Kapitel zu sein.


