CONSTANTLY … MUTIG!

Karin Teigl, besser bekannt als @constantlyk, ist eine der einflussreichsten Stimmen der österreichischen Social-Media-Szene – und jetzt auch Autorin. Mit ihrem neuen Buch „Träum dich mutig“ inspiriert sie, wieder groß zu träumen und sein bestes Selbst zu entdecken. Die quirlige Salzburgerin spricht im look!-Talk über das echte Leben hinter perfekten Posts.


Influencerin, Unternehmerin, Autorin

Speakerin, Unternehmerin und mit mehr als 332.000 Followern eine der einflussreichsten Modeinfluencerinnen Österreichs: An Karin Teigl (42), besser bekannt als @constantlyk, kommt man nicht vorbei. Mit ihrer erfolgreichen Multimedia-Brand hat sie sich ein eigenes Universum aufgebaut, immer mit dem klaren Antrieb, weiterzudenken und Menschen zu inspirieren. Ihr neuestes Herzensprojekt ist das Buch „Träum dich mutig“. Darin zeigt die umtriebige Pongauerin, wie man alte Zweifel hinter sich lässt, wieder groß träumt und Schritt für Schritt sein volles Potenzial entfaltet.

Wann wusstest du, dass du dieses Buch schreiben musst?

Es gab keinen einen Moment – es war immer schon in meinem Kopf. In der Schule wurde mir oft gesagt, ich könne keinen Aufsatz schreiben, spreche im Dialekt, sei ein Bauer. Statt mich entmutigen zu lassen, habe ich diese Erfahrungen als Antrieb genutzt: „Ich wollte zeigen: Ich kann es!“ Gleichzeitig wollte ich ein Buch schaffen, das einfach und verständlich ist – ohne komplizierte Formeln oder theoretische Lehrmeinungen. Es sollte Werte weitergeben, nach denen ich selbst lebe, und vor allem jungen Menschen Orientierung bieten.

Kein „Coaching-Gschisti-Gschasti“, wie sie selbst sagt: Mit ihrem Buchdebüt „Träum dich mutig“ lädt Karin Teigl dazu ein, an sich selbst zu glauben. Es erscheint am 16. März im neva by Goldegg Verlag zum Preis von € 23,50.

Fühlst du dich manchmal zu viel?

Oh, das frage ich mich ganz oft immer noch. Schon als Kind wurde mir vermittelt, ich sei zu laut, zu auffällig, zu speziell – aber nicht im positiven Sinne. Auch heute noch hinterfrage ich nach Keynotes, ob ich zu direkt oder zu ehrlich war. Doch ich habe gelernt, dass es wichtig ist, zu sich selbst zu stehen: „Ich darf so sein, wie ich bin. Sonst wird man austauschbar.“ In einer Zeit, in der es viel zu viel Einheitsbrei gibt, ist Authentizität mein Leitmotiv.

Warum fällt es so vielen Frauen schwer, groß zu denken?


Das betrifft nicht nur Frauen, sondern alle: Kinder haben ein Urvertrauen, probieren, stolpern, stürzen und machen sich keine Gedanken über Konsequenzen. Im Erwachsenenleben hören wir oft: „Das geht nicht.“ Besonders Frauen, die viel Verantwortung tragen, etwa im Familienleben, nehmen sich oft zurück. So geht das ursprüngliche Vertrauen verloren – und damit auch der Mut, groß zu denken.

Gibt es eine Passage, bei der du selbst Gänsehaut bekommst?

Definitiv beim Vorwort meines Mannes. Das ist so wunderschön geschrieben. Er ist der Philosoph, und ich bin eher … nicht so begabt (lacht). Aber ich habe es trotzdem geschafft, das irgendwie in einem Buch niederzuschreiben. Seine Zeilen haben mich sehr berührt – und auch eine der letzten Seiten, auf der es um das Thema Zeit geht. Wenn ich jetzt daran denke, könnte ich losheulen.

Female Empowerment – viele tun so, aber leben sie nicht. Und wenn du es nicht lebst, dann wird dir auch nie was Gutes passieren

Welche Reaktion würdest du dir von deinen Leserinnen am meisten wünschen?

Für mich wäre die schönste Vorstellung, dass die Leute mein Buch lesen und danach sagen: „Jetzt setze ich das um, wovon ich schon lange träume.“ Das können kleine Dinge sein, wie sich mehr zu bewegen, jeden Tag etwas zu lesen, ein Unternehmen zu gründen, den Job zu wechseln oder einfach jemandem im Alltag ein Kompliment zu machen. Ich brauche keine Shoutouts auf Instagram oder Ähnliches; das Schönste für mich ist zu wissen, dass die Leserinnen das für sich umsetzen. Dann habe ich alles richtig gemacht.

Was rätst du Frauen, die gerade feststecken?

Ich glaube, dass Abstand unglaublich wertvoll ist. Oft sind wir – egal ob privat oder beruflich – sehr emotional involviert. Gerade im Unternehmertum habe ich gelernt, dass nicht alles persönlich gemeint ist. Wenn man feststeckt, hilft es enorm, einen Schritt zurückzutreten, bewusst durchzuatmen und die Situation von außen zu betrachten. Was mir persönlich sehr hilft, ist Schreiben. Ich reflektiere viel und stelle mir Fragen wie: Was sind meine Stärken? Wo kann ich mich …

Wie gehst du mit Schwächen um?

Das Wort „Schwächen“ mag ich nicht besonders. Ich finde, es gibt keine Schwächen. Du kannst einfach noch besser werden und dich weiterentwickeln.

Was ist dein größter Antrieb?

Das bin ich tatsächlich selbst. Diese Frage wird mir oft gestellt. Ich bin mein größter Kritiker, aber auch mein stärkster Motivator. Wenn ich mir etwas in den Kopf setze, dann lässt mich das nicht mehr los. Es beginnt zu brennen, es kitzelt, es treibt mich an.

Was gibt dir außerhalb der Social-Media-Bubble Kraft?

Definitiv der Sport und die Menschen, die mir nahe stehen. Allerdings war das ein schwerer Prozess. Ich glaube, ich musste erst 40 werden, um wirklich zu verstehen, was mir guttut und – vielleicht noch wichtiger – was mir nicht guttut. Kraft geben mir auch Auszeiten. Ich gehe zweimal im Jahr offline und das sind so meine Inseln, die ich mir immer wieder schaffe.

Ist dein Buch ein einmaliges Herzensprojekt oder der Beginn eines neuen Kapitels als Autorin?

Ich habe so viel darüber nachgedacht in den letzten Wochen und Monaten. Mein größter Traum – und ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht weiterdenken würde – ist wirklich ein Kinderbuch. Spielerisch und liebevoll soll es ihnen vermitteln: Du bist gut genug. Du darfst träumen. Und lass dir niemals etwas anderes einreden. Das ist, glaube ich, mein nächstes Projekt. Da brauche ich noch jemanden, der da mit mir so verrückt ist und das mit mir umsetzt.

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